Bittersweet Memories

September 7th, 2010

Wir haben zwei Gigs hinter uns. Am Donnerstag haben wir beim Bremerhavener Musiksommer im Schaufenster Bremerhaven gespielt und am Samstag beim Rock am Hafen in Nordenham. Beide Gigs hatten einen Konzertcharakter, wir konnten spielen, was wir wollten und unser Programm für Auftritte dieser Art ist inzwischen wirklich ausgereift. Beide Gigs fanden auf einer großen Bühne statt. Donnerstag war Axel Joost für die Technik zuständig und Samstag hat Heiko Siefken für den Sound und das Licht gesorgt. Beide sind zusammen mit Kai Kubisch die Übertragungstechniker, mit denen wir am liebsten zusammenarbeiten. Noch nie habe ich so viele Rückmeldungen erhalten:

Über den Gig im Schaufenster:

„Ich habe Prime Time noch nie so schlecht gehört. Der Sound ging gar nicht!“ – Thorsten Fach, Nordenham.

„Großartig, euer Programm! Danke für den schönen Abend!“ – Annette von Glahn, Sängerin, Bremerhaven, die im Übrigen bezaubernd aussah.

„Der Sound ist astrein, nur die Gitarre finde ich etwas leise!“ Charly, Gitarrist, Bremerhaven

„Alter, die Gitarre ist viiiieeel zu laut, mach die mal leiser!“, Sven Kretschmer, Keyboarder bei Prime Time.

„Danke für den schönen Donnerstagabend. War richtig coole Mucke. Auch Freunde von uns, die Euch zum erstenmal gehört haben, waren begeistert. Geiles Stück von Queen!“ Jens Meyer-Petereit – DV-Anwenderbetreuer bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven per Mail.

„Noch nie ist bei unserem Dorfgemeinschaftsfest so viel über eine Band gesprochen worden, die noch nicht einmal gespielt hat. An jeder Ecke und zu jedem Zeitpunkt hörtest Du immer nur ‚Prime Time’, ‚Prime Time’ – mein Nachbar war am Donnerstag im Schaufenster und meinte, ihr seid das Beste, was es hier im weiten Umkreis im Augenblick zu hören gibt!“ Stefan Wiebe, Sachbereichsleiter für Recht und Datenschutz bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven.

„Mal abgesehen vom Blackout bei Radar Love hatte ich so gut wie keine Verspieler!“ Fete Eilers, Gitarrist bei Prime Time!

„Ich war überhaupt nicht gut drauf!“ Thomas Maréchal, Sänger bei Prime Time.

Über den Gig beim Rock am Hafen:

„Für mich war das ein geiler Abend!“ Thomas Maréchal, Sänger bei Prime Time

„Hatte Diana schlechte Laune?“ Gisela Albers, Schwiegermutter von Tommy.

„Ihr werdet immer besser! Ihr habt so ein geiles Programm! In Sachen Vielseitigkeit macht Euch keine Band was vor!“ Charly Baumann, Gastronom und Kampfsportler.

„Geile Mucke, am Sound arbeiten wir noch!“ Henning Fuhrken, Berufsschullehrer.

„Der Sound ist glasklar!“ Henry Felske, Veranstalter vom Rock am Hafen.

„Zu laut, zu schrill, lautete die Kritik nicht weniger Besucher!“ Rolf Bultmann – Berichterstatter der Nordwestzeitung.

„Scheiße, habe ich mich oft verspielt!“, Fete Eilers, Gitarrist bei Prime Time.

„Unglaublich wie viele ältere Leute, über fünfzig, hier sind. Die siehst du bei uns gar nicht. Die gehen nicht mehr weg, sondern sitzen zu Hause auf dem Sofa. Aber auf der Bühne sind ja auch schon einige über fünfzig!“ Sascha Maréchal, Frankfurt! Tommys Sohn aus erster Ehe, den ich am Samstag noch nicht einmal gesehen geschweige denn gesprochen habe, was ich sehr bedaure!

„Wenn eine Veranstaltung mit einer Band im Verlaufe von zwei Jahren vierzig Prozent an Zuspruch verliert, muss das an der Band liegen!“ Fete Eilers, Berufspessimist.

„Es bleibt zu hoffen, dass die Party fester Bestandteil des Nordenhamer Veranstaltungskalenders wird, vielleicht sogar Open Air“ Rolf Bultmann – Berichterstatter der Nordwestzeitung.

So ist das! Nach dem Gig bist du noch euphorisch und dann tropft Wasser in den Wein. Irgendwann, wenn es uns nicht mehr gibt, wird das Positive überwiegen, dann werden wir uns mit Wehmut erinnern. Jetzt, einige Tage nach dem Gig, prägt die Kritik den Eindruck und wir befinden uns weiterhin auf der Suche nach dem perfekten Auftritt, der, bei dem alles stimmt, das Programm, die persönlichen Leistungen, der Sound, das Licht und das Publikum. Das ist die Ursache dafür, dass die häufigste Rückmeldung nach den letzten Terminen tatsächlich lautete: „Man hat den Eindruck, ihr werdet immer besser!“, woraus wir dann „aber noch nicht gut genug!“ machen. Das meine ich mit bittersüß.

Kids im Zeitraffer

Under Pressure

August 23rd, 2010

Leute, ich sage es euch, mir geht dieser Sommer so etwas von auf den Sack!

Ich bin es leid, ständig zu schwitzen. Ich habe die Fresse von dieser warmen schwülen Luft gestrichen voll, das sage ich euch.

Gestern haben wir für die Wirtschaftsjunioren in Bremerhaven gespielt. Zur vereinbarten Zeit, um 16:00 Uhr – großer Zeiger auf der Zwölf, kleiner Zeiger auf der Vier – so hieß es in der Mail an alle - treffe ich Raphi beim Übungsraum. Bis 16:15 Uhr – großer Zeiger auf der Drei, kleiner Zeiger auf der Vier – sind dann auch tatsächlich sukzessiv Tommy, Dave, Neffe und Diana eingetroffen. Sven treffen wir in Stotel. Vor die Musik hat der liebe Gott die Plackerei gesetzt. Als die Instrumente im Hänger verstaut sind, bin ich reif für eine Dusche!

Tommy, Neffe und Dave sind leicht derangiert, klagen zum Teil über Kopfschmerzen, was natürlich nichts damit zu tun hat, dass sie am Abend zuvor auf dem Stadtfest waren. Ich habe mir das gespart, das mit dem Stadtfest. Weil ich alt werde? Nee, weil ich auf der Website der Band war, die an zwei Tagen auf der Hauptbühne spielt:

Hallo, Hallo, hier heut Nacht, da wird jetzt Musik gemacht.
Wir spiel””n auf mit viel Elan, heizen Eure Stimmung an.
Alle sind jetzt mit dabei, los geht’s EINS, ZWEI, DREI

Hallo hier heut nacht, da wird jetzt Musik gemacht. Was soll das denn heißen?

Birgit und ich haben uns einen schönen Film geholt, lecker Essen bestellt und dann auf dem Sofa fiel mir wieder das grausige Geknödel von dem Sänger auf der Website ein, und ich habe gedacht: Schön, dass du hier bist, und nicht da, wo die jetzt Musik machen.

Auf dem Weg nach Bremerhaven war die Truppe, die die Veranstalter eigens aus dem Schwabenland hatten einfliegen lassen dann auch das beherrschende Thema.

Unser Auftritt findet in einer Industriehalle statt, die das Festkomitee in unzähligen Stunden in einen Ballsaal verwandelt hat. Am Dienstagabend war in dem Stahlbaubetrieb bereits die Produktion eingestellt worden. Wozu die Wijus in Bremerhaven in der Lage sind, könnt ihr in unserem Archiv vom Oktober 2008 nachlesen. Aber dieses Mal haben sie sich selbst übertroffen. Aus der Stahlhalle wurde eine Zirkusarena und zum Empfang wurde den Gästen bereits atemberaubende Artistik von Mitgliedern eines Bremerhavener Kinder- und Jugendzirkus geboten.

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Als wir unser Equipment auf der Bühne platziert hatten, war ich jedenfalls reif für die zweite Dusche. Nach dem Empfang gab es ein Vier-Gänge-Menu, das am Tisch serviert wurde. Caterer war erneut Eibe Cordes aus Sievern. Eibe Cordes ist für uns das Maß aller Dinge. Schaut ihn euch einfach einmal an, wie er mit der bezaubernden Kim von RTL kocht.

Eibe kocht mit Kim

So nett, wie der da rüber kommt, ist der tatsächlich. Hinter den Kulissen der Zirkusarena geht es sehr viel prosaischer zu, als im geschmückten Saal. Im spärlichen Licht einiger Funzeln leisten Eibe Cordes und sein Team Großartiges. Aber es dauert halt und wir lungern derweil Backstage herum, wo es nun wirklich nicht gemütlich ist. Aber selbstverständlich werden wir auch vom Cateringteam versorgt. Dem Himmel sei Dank, denn Neffes soziale Verträglichkeit sinkt spürbar mit seinem steigenden Hunger. Das nennt man umgekehrt proportional. Die Formel lautet in Neffes Fall:

NSt = H/SZ

Wobei Nst für Neffes Stimmung, H für Hunger und SZ für soziale Verträglichkeit steht.

Näheres könnt ihr hier erfahren:

Umgekehrt proportionale Funktionen

Es ist bereits nach 23 Uhr, als wir den Tanz eröffnen.

Nach der ersten Runde wäre der Zeitpunkt für die dritte Dusche gekommen.

Die Gäste der Wijus sind das beste Publikum, das man sich als Band wünschen kann. Selbst der etwas ältere Herr, der sich etwas „konventionellere“ Musik wünscht, um auch einmal einen „Quickstep“ tanzen zu können, bleibt ausgewählt höflich und gibt sich mit dem Versprechen zufrieden, dass wir in der nächsten Runde einen langsamen Walzer spielen würden. Tatsächlich ist der Ball der Wirtschaftsjunioren das ideale Forum, um die Grenzen einer Tanzband zu erweitern. Wir spielen „Heavy Cross“ und „Pop goes the world“ von Gossip. Und „Hurricane 2000“ von den Scorpions mit dem Berliner Symphonieorchester. Und – ziemlich abgefahren - „Cosmic girl“ von Jamiroquai. Die Grenze erreichen wir, als wir „Bohemian Rhapsody“ präsentieren. Was tanzt man danach? Auf jeden Fall ist es anspruchsvoll und verlangt uns einiges an Kraft und Konzentration ab. Als sich der Ball gegen drei Uhr dem Ende nähert wünsche ich mir, den Rest der Nacht in Eibe Cordes Kühlwagen verbringen zu dürfen. Aber von wegen Feierabend. Da haben wir die Rechnung ohne die Juniorenabteilung der boomenden Bremerhavener Wirtschaft gemacht. Bremerhaven ist Boomtown, a Town, that never sleeps. Verlängerung bis vier Uhr!

Als der letzte Ton von „Angels“ verklingt, spüre ich meine Beine nicht mehr.

ZUGABE, ZUGABE, ZUGABE

Die sind nicht kaputt zu kriegen. Also legen wir „One“ von U2 bzw. von Mary J. Blige nach und dann ist Schluss. Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät.

Ich habe inzwischen einen mir bis jetzt unbekannten Grad von Erschöpfung erreicht. Ich habe ärgste körperliche Schmerzen, meine Füße, meine Waden, meine Knie, mein Rücken brennen wie Feuer. Ich kann mich kaum rühren. Ich habe ungefähr acht Liter Flüssigkeit zu mir genommen und zehn Liter ausgeschwitzt. Ich fühle mich schmutzig und ich stinke wie ein Iltis. Ich bin mental ausgewrungen, ausgequetscht wie eine Zitrone. Was für ein glamouröses Hobby wir doch haben.

Und jetzt wird abgebaut. Wir schleppen die Backline, also unsere Instrumente, wieder in den Hänger, fahren zum Übungsraum und atzen das ganze Gerümpel wieder in die erste Etage des Schulgebäudes, in dem wir proben.

Nicht, dass mich der Gig jetzt so erschöpft hätte. Es sind viele Faktoren, die andauernde Hitze, der Druck unter dem ich beruflich stehe, seitdem ich die Doppelfunktion als Personalchef und Gewerkschaftsvorsitzender ausübe, die Familie usw. usf.

Auf dem Weg nach Hause hören wir „That”’’s what friends are for“. Eine wunderschöne Version, nur von einer Gitarre begleitet. „Die kriegst Du doch hin, oder?“, fragt Tommy, „Fang schon mal an zu üben, das spielen wir beim nächsten Gig mit 3T and four coffee!“ Er meint das Unplugged-Projekt, das wir neben Prime Time pflegen.

Trijntje Osterhuis

Wahrscheinlich brauche ich den Druck!

Vento oder Jetta, das ist hier die Frage

August 19th, 2010

Der aufmerksame Leser unseres Blogs weiß, dass mein ganz persönliches Bluesmobil, mein Volvo V 40, sich suizidal selbst zerschreddert hat. Ein neues Bluesmobil musste also her – kurzfristig und preiswert. Tommy wusste Rat, Hinni Siedenburg, der Nachbar von unserem Kumpel Schroddie suchte einen Käufer für seinen Vento.

„Du weißt doch, was ein Vento ist, oder?“
„Klar, der ist von Mercedes!“
„Nee, das ist ein Vaneo – ein Vento ist ein VW!“
„Jaaa? Ich glaube, ich weiß, das ist so ein Kastenwagen“
„Nein, scheiße, das ist ein Vaneo, und der ist von Mercedes, habe ich dir doch gerade erklärt. Ein Vento ist ein Golf mit Stufenheck. Hinni pflegt seine Autos immer astrein und der will da nur eins-acht für haben.“

Gute Idee, fand ich. Den als Übergangs- bzw. Zweitwagen, bis ich den Volvo wieder flott kriegen oder mir einen Neuen zulegen würde. Euphorisch berichtete ich Birgit nach dem Proben von der schicksalhaften Wendung.

Der nächste Morgen. Ich stehe sehr früh auf – damit ich meine Ruhe habe. Birgit erscheint in der Küche. Das ist schon Scheiße!

„Ich habe mir das überlegt, den kaufen wir nicht.“ konstatiert meine Frau mit weinerlicher Stimme.
„Warum nicht?“
„Nee, der ist so hääässsslich!“

Ich glaube das einfach nicht. Ich zerbrösel mir tagelang die Birne, wie wir die Krise bewältigen und das ist jetzt der konstruktive Beitrag meiner Gattin zu diesem Problem.

Ein kurzer Streit und das Thema ist erledigt. Der Wagen wird nicht gekauft.

Gefrustet berichte ich meiner Kollegin Carola davon.
„Was ist bloß mit euch Frauen los? Das ist doch scheißegal, wie der Wagen aussieht!“
Carola äußert Verständnis.
„Gib” dem Wagen doch einfach einen Namen. Der ist doch grün, oder? Zeige ihn Birgit und nenne ihn Flip!“
„Wieso Flip?“
„Na, der Grashüpfer von Biene Maja, der ist doch auch hässlich und grün, aber irgendwie niedlich!“

flip

Ich glaube das einfach nicht! Ich spare mir die weitere Geschichte. Nur soviel: Es hat geklappt. Flip gehört jetzt zur Familie und ich darf euch das neue amtliche Bluesmobil vorstellen:

VW VENTO

Baujahr 1996
138.000 km
1800 Kubik
90 PS
Automatik
Anhängerkupplung
Zwei Jahre TÜV
CB-Funkvorrichtung
Zustand: Wie aus dem Ei gepellt
Preis: 1500 incl. Einem Satz ein Jahr alter Winterreifen

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Im Fahrzeugschein steht unter Typbezeichnung “Jetta od. Vento”. Das finde ich total cool. Das ist so wie bei Prince: VENTO, the car formally known as JETTA. Oder VENTO aka JETTA. Werksseitig ist beim Vento auf Speicherplatz 1 des Autoradios NDR 1 programmiert.

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Der aufmerksame Leser, den ich eingangs bereits beschworen habe - Hallo Lachy, ich hoffe Du bist mir treu geblieben - weiß, dass ich ein Knieproblem habe.

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Und jetzt kommt es Leute! Wenn mir die Stelze irgendwann demnächst komplett den Dienst versagt, ist das mit Flip kein Problem. Denn mit einem Hebel kann ich das Gaspedal nach links verlegen. Kein Scheiß, die Karre ist behindertengerecht.

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Das einzige was mir jetzt noch fehlt ist eine gehäkelte Klorolle. Wer mir eine zukommen lassen möchte:

Jörg Eilers
Wilhelm-Busch-Straße 1
26954 Nordenham

Wie Hund und Katze

August 11th, 2010

@ alle Gitarristen im Netz:

Was haltet Ihr eigentlich von Keyboardern?

Na also, da sind wir uns dann ja mal einig.

Keyboarder und Gitarristen, das ist wie Hunde und Katzen, wie Feuer und Wasser, Plus und Minus, schwarz und weiß – Antagonismen eben.

Mein Trauma wurde vor mehr als zwanzig Jahren vom Keyboarder unserer damaligen Band ausgelöst, als er stolz seine neueste Errungenschaft im Übungsraum präsentierte. Einen Mirage-Sampler der alle möglichen anderen Instrumente simulieren konnte. Ein Knopfdruck und schwere Gitarrenriffs füllten den Raum.

Das war in den Achtziger Jahren. Das Zeitalter der Fönfrisuren, der Schulterpolster und der Keyboardmusik. Depeche Mode, Yazoo, Aha, ABC, Camouflage, Erasure und so weiter und so fort, alles nur Synthesizergedudel. Grrrrrässslich, würde Marcel Reich-Ranicki ätzen, wäre er Musikkritiker. Nur wenige Bands trauten sich noch Gitarrenmusik zu machen. Und mit der Erfindung dieses bescheuerten Samplers würden auch die in den Orkus wandern, so viel schien klar.

Aber weit gefehlt! Wie wir alle wissen, sind unsere schlimmsten Befürchtungen nicht eingetreten. Im Gegenteil. Keyboardlines und –flächen kann inzwischen jeder Depp auf seinem Computer programmieren, aber die unverwechselbare Verbindung zwischen einer Gitarre und einem geilen Amp entzieht sich erfolgreicher denn je allen Versuchen einer digitalen Simulation. Die Gitarre regiert die Popmusik. Kann sich irgendjemand ein Konsolenspiel mit dem Namen „Keyboard Hero“ vorstellen. Lächerlich!

Na ja, egal, gestern haben wir jedenfalls geprobt. „Rock you like a hurricane“, ein Titel der auf keiner Zusammenstellung von Rock Klassikern fehlen darf. Die Scorpions haben den Song 1984 herausgebracht und damit einen Riesenhit gelandet. Ein reines Gitarrenstück in den Achtzigern! Logisch, das Sven – unser Keyboarder – und ich uns bei diesem Stück in die Haare geraten mussten. Tommy hat vorgeschlagen, den Song in der Version aus dem Jahre 2000 zu covern. Damals haben die Scorpions ihren Klassiker mit dem Berliner Symphonieorchester live aufgenommen.

Das ist natürlich aus etlichen Gründen problematisch.

1. Bands unserer Kategorie treten nur selten gemeinsam mit Symphonieorchestern auf.
2. Die Scorpions spielen mit zwei Gitarristen. Ich habe zwar ausreichend Masse für zwei Gitarristen aber leider nur zwei Arme und einen – wenn auch großen – Kopf.
3. Die Gitarristen spielen mit fetten Marshallstacks und ich mit einem kleinen Komboverstärker.
4. Michael ist regelmäßig mit Uli Jon Roth, dem legendären Ex-Gitarristen der Scorpions auf Tour. Um Letzteres Problem zu erklären, möchte ich ein Motto präsentieren, mit dem die Tanzband „Kiks“ für sich werben wollte: Warum Scheiße fressen, wenn man Schokolade kriegen kann! Verstanden? Nicht?! Gut dann lasst es mich in dem Zusammenhang einmal so ausdrücken: Uli Jon Roth ist Schokolade……..
5. Tommy und Diana sind selbstverständlich nicht einmal annähernd in der Lage so zu singen, wie Klaus Meine.

Aber, man höre und staune, wir haben es trotzdem einigermaßen akzeptabel hinbekommen.

Sven hat die Berliner Symphoniker im Kasten. Nee, ehrlich jetzt, das macht er wirklich klasse. Beim Intro hat man den Eindruck Karajan sei auferstanden. Und Sven spielt alles selbst, nix Sequenzer. Respekt, du Hund!

Erstaunlicherweise produziert mein schmales Equipment einen guten Druck. Aber muss man natürlich schon etwas aufdrehen, damit es sich auch entsprechend anfühlt.

„Fete, kannst Du die Gitarre ein BISSSSSCHEN leiser machen!!“

Dazu muss man kurz auf die physikalischen Rahmenbedingungen hinweisen. Svens Keyboards dröhnen ihm bei fast voller Leistung der 300 Watt Entstufe aus einer 15/3-Box entgegen, die sich in 128 cm Entfernung von seinem rechten Ohr befindet. Mein gedrosselter 60-Watt-Kombo steht abgeschirmt von seinen Boxen hinter mir in Kniehöhe.

Keyboardbox und Gitarrenverstärker

Keyboardbox und Gitarrenverstärker im Originalmaßstab

Svens Keyboards können bei ihm nicht LEISER sein als bei mir und meine Gitarre kann bei ihm nicht LAUTER sein, als bei mir und bei mir, der ich keine Keyboardmonitor habe, stimmen die Lautstärkeverhältnisse.

Und vor allem Leute, was für ein blöder Spruch? „Kannst Du die Gitarre ein bisschen leiser machen!“ Die ist also ein BISSCHEN zu laut. Und das kann man nicht mal eben sechs Minuten aushalten, oder wie?

Ich mache also meine Gitarre ein leiser.

„Fete, dreh die Gitarre bitte von mir weg, ich halte das nicht aus, das ist mir zu laut!“

Okay, okay, wie heißt es so schön: Der Klügere…..

Ich schraube meine Klampfe so weit runter, dass ich sie gerade noch höre. Das klingt zwar scheiße, die Lautstärkeverhältnisse stimmen dann auch nicht mehr und ohne Druck macht es auch keinen Spaß, aber dafür kann man die Keyboards jetzt auch besser hören und schließlich ist der Song aus den Achtzigern.

PS

Ich vergaß auf die restlichen Probleme einzugehen.

Michael gegenüber ist mir mein Geschrammel jetzt nicht mehr peinlich, weil mich eh keiner mehr hört und dass Tommy und Diana nicht so singen wie Klaus Meine tut dem Song hörbar gut. Überzeugt Euch selbst:

21.8.2010 Ball der Wirtschaftsjunioren in Bremerhaven
02.9.2010 After-Work-Party – Schaufenster Bremerhaven
04.9.2010 Rock am Hafen – Nordenham, Sportboothafen

PPS:

Ja, so ist der Fete! Ihr kennt ihn ja!

Vom Bluesmobil zum Matjes

August 9th, 2010

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Das Bluesmobil - das legendärste Auto in der Geschichte der populären Musik

Beim Matjes handelt es sich um einen Hering, der gefangen wird, bevor die Fortpflanzungszeit beginnt. Durch einen Kehlschnitt werden die Kiemen entfernt und der Hering teilweise ausgenommen; Teile des Darms und insbesondere die enzymhaltige Bauchspeicheldrüse verbleiben im Fisch. Anschließend werden die Heringe in einer Salzlake für ungefähr fünf Tage eingelegt, traditionell in Eichenfässern.

(Quelle Wikipedia)

Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse fermentieren das Matjesfleisch teilweise, man könnte daher behaupten, der Hering verdaut sich selbst. Ich hätte nicht gedacht, dass das auch bei einem Auto funktioniert, bis letzte Woche!

Ich fahre einen zehn Jahre alten Volvo V 40. Ich liebe dieses Auto! Mein Bluesmobil!

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Letzten Donnerstag, spätnachmittags, war ich mit meinen Bluesmobil auf dem Heimweg von Bremerhaven nach Nordenham. Die 112 Pferde des 1,9 Liter Turbodiesels schnurrten wie eine Katze. Gut gelaunt glitt ich über die A 27, durch den Wesertunnel und auf die B 212 Richtung Heimat, als plötzlich die Leistung abfiel. In Nordenham verließ ich vorsichtshalber die Umgehungsstraße und fuhr in den Ort. Kurze Zeit darauf sah ich im Rückspiegel wie mein Auto Rauch ausstieß. Reflexartig fuhr ich rechts ran, hielt an und zog den Zündschlüssel. Aber anstatt den Betrieb einzustellen, wie ich es von meinem schwarzen Freund erwartet hatte, drehte der Motor in höchster Drehzahl weiter. ???????????? Die Rauchentwicklung wurde intensiver. Rauchschwaden so groß wie das E-Center pumpten sich aus dem Auspuff.

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Die Farbspiele und die Dichte der Rauchschwaden erinnerten verdächtig an den Ausbruch des isländischen Vulkans, der den gesamten Flugverkehr in Europa lahmgelegt hatte und ich malte mir schon die Schlagzeilen aus: “Fetes Auto fackelt ab - Luftraum über Norddeutschland gesperrt.

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Wie Zebulon sprang ich um den Wagen herum. “Geh aus! Geh verdammt noch mal endlich aus!”

Die ersten Anwohner machten sich bemerkbar: “Mach mal das Auto aus, der qualmt doch alles voll!”

Die nächste Bild-Schlagzeile nimmt vor meinen Augen Gestalt an: “Volvo-Besitzer erschlägt Passanten”. Ich sehe mich, wie ich den Kopf des Schlaubergers immer wieder auf den Gehweg schlage und versuche sein Gehirn in den Auspuff quetsche. Vergeblich, das Gehirn ist zu klein!

Das nächste Stadium ist erreicht. Kühlwasser läuft aus! Ich rufe die Feuerwehr an: “Ich glaube, mein Auto explodiert gleich!” - “Keine Sorge, das explodiert schon nicht. Wir kommen vorbei!”

Der Ort des Geschehens belebt sich. Birgit trifft mit Neel ein. Mein Schwager mit seiner Familie. Tim und Rabea. Die Feuerwehr mit einem Umweltcontainer und zwei Einsatzfahrzeugen. Die Polizei. Anwohner. Jetzt noch eine Bierbude und ein Imbisswagen und das Straßenfest ist perfekt.

Der Volvo gibt einen letzten Seufzer und eine riesige Rußwolke von sich. Er hat es überstanden. In mir macht sich eine tiefe Traurigkeit breit. Ein Feuerwehrmann peilt nach dem Öl. “Ey guckt mal, der ist total trocken, der wachsen ja schon Begonien drinne!” Hahahaha, alles lacht, bloß ich nicht! Die Show ist vorbei. Alles tummelt sich. Die Polizei, die Feuerwehr, die Anwohner, meine Familie. “Ich kann Dir hier ja auch nicht mehr helfen”, sagt meine Frau und verlässt mich ebenfalls. Kaum zwei Stunden später ist der Abschlepper vom ADAC da und bringt mich mit dem Auto zu Andreas Becker, dem besten Schrauber in Nottingham. “Sieht nicht gut aus”, stellt Andreas fest und bringt mich nach Hause. “Hast du denn irgendwas mit dem Wagen gehabt?” fragt er mich.
“Nee, im Gegenteil, der ist gerade duch den TÜV!”
“Ach so, alles klar!”
“Wie, alles klar?”
“Die ham ja auch die Abgassonderuntersuchung gemacht, und dabei messen die die Emissionen bei Volllast - is natürlich totaler Quatsch, weil kein Mensch fährt so””””n Wagen bei Volllast - und da hatter wahrscheinlich einen auf””””n Kopf gekriegt!”

HASS - Eine neue Bild-Schlagzeile tanzt vor meinen Augen: “Irrer sprengt das Bundesverkehrsministerium in die Luft” Nichts hat so eine starke zerstörische Wirkung wie deutsche Scheiß-Bürokraten.

Was hat das mit dem sich selbst verdauenden Hering zu tun. Ganz einfach, mein Auto hat sich auch selbst verdaut. Die Kopfdichtung ist - wahrscheinlich bei dem irrsinnigen Abgastest - beschädigt worden. Daduch ist die Leistung gesunken. Der Motor hat Öl angesaugt. Als ich den Wagen ausgemacht habe, ist die Kraftstoffzufuhr gestoppt worden und der Motor hat nur noch das eigene Schmiermittel geschlabbert (Begriff von Andreas), dies bis zur Selbstentzündung verdichtet. Der Wagen ist überhitzt, hat den Kühler gesprengt und musste, weil er seine eigene Schmierung verbrannt hat, irgendwann festfahren, was dann auch geschehen ist.

Jetzt suche ich einen gebrauchten Diesel-Motor. Kennung D4 192 T3 - 1870 ccm - 85 kw. Habt ihr zufällig einen?

Skandal um Robert

August 6th, 2010

Robert Kultur, der Kohlchef in unserer Stadt, hat einen Leserbrief geschrieben und sich darin mit der Katastrophe während der Loveparade in Duisburg auseinandergesetzt:
 
“Welchen gesellschaftlichen Wert hat das Zusammenpferchen von einer Million Menschen, die hirnlos ihren Arsch bewegen, sich voll dröhnen und Tags darauf auf der Arbeit oder in der Schule fehlen?
 
Wenn hier nach “Schuld” gefragt wird, dann müssen die Fehlentwicklungen in den Hirnen der jungen Leute, die solche vermeintlichen Lebensevents als wertvoll betrachten, beobachtet und bewertet werden. Wir müssen uns entscheiden, ob wir der psychischen Verelendung großer Personengruppen, die da meinen, Kultur nur noch in Massen genießen zu können, etwas entgegensetzen.
 
Ich habe bisher nicht einen Satz darüber gelesen, dass es eine Selbstverantwortung der Teilnehmer einer solchen Veranstaltung gibt.

Wenn ein Bergsteiger in 8000 Metern Höhe abstürzt, dann sage ich: selbst schuld! Wenn ein Schumi mit 200 Stundenkilometern bei einem Autorennen zu Tode kommt, dann sage ich: selbst schuld! Ich habe kein Mitleid mehr mit den Verrückten dieser Welt.”
 
Uuiiiihh, Uuiiihh, kann man da nur sagen. Da ist es aber mit dem Robert durchgegangen. Was für ein Griff ins Klo. Mein Kollege Stefan sagt, das Recht auf freie Meinungsäußerung sei das reinste aller Grundrechte, man möge es bitteschön nicht dadurch verunreinigen, dass man ständig von ihm Gebrauch macht. Damit hat er mir schon so manches Mal den Arsch gerettet, weil ich auch so ein Amokschreiber wie der Robert bin. So einen Kollegen wie Stefan hätte ich Robert gewünscht. Roberts Kollege heißt zwar auch Stefan, ist aber Yeti und die beiden haben schon eine leichte Tendenz zum oberlehrerhaften Kulturfaschismus. Wenn es nicht Goethe oder Schiller ist, Bach oder Beethoven, Chick Corea oder Arthur Rubinstein, Georg Schramm oder Hans Scheibner dann kann es auch keine Kultur sein.

Jochen "Jauche" Laarmann (l) und Robert Kohl (r) beim Nostalgieabend in der Jahnhalle

Links Jochen Laarmann, rechts Robert Kohl, als ihn noch alle lieb hatten!
 
Na ja, und jetzt ist Robert Thema auf dem Wochenmarkt, in den Friseursalons, in den Kneipen, in den Büros, auf der Straße, einfach überall. Leserbrief reiht sich an Leserbrief. Ganz besonders toll fand ich den vom Vorsitzenden des Kulturbeirats, Heiko Thaden. Kurz und knapp ließ er verlauten, er habe gehört, Herr Kohl sei „Kulturschaffender“. Häh? Mehr nicht! Das war die Aussage, die Botschaft von Heiko Thaden. Irgendwie kryptisch. Das ist immer gut, wenn man Tiefe vortäuschen will. Kurzum ganz Nordenham zerreißt sich das Maul, genau wie ich gerade. Danke Robert, das haben wir vermisst, seitdem Schorsch Raffetseder uns so viele Jahre glänzend unterhalten hat.
 
Außerdem finden natürlich alle, dass Robert irgendwie auch bestraft werden muss. Einer forderte in seinem gerechten Zorn gar die Jahnhalle zu meiden. Richtig so, das macht Sinn, ein Gebäude in Sippenhaft zu nehmen!
 
Wie Eva Herrmann weiß, kann sich niemand der Strafe des Gerechten entziehen. Anstelle eines Blitzes, der den Robert beim Scheißen trifft, sandte der liebe Gott einen weiteren Leserbrief als gerechte Strafe für Super-Robi. Gottes Zorn trägt den Namen Gerd Luers. Eben jener hat sich nämlich auf Roberts Seite geschlagen. Hat seine Seelenverwandtschaft zu Kulturrobert dokumentiert. Leben hätte Robert mit seinem Denkanstoß gerettet, und zwar in der Zukunft, weiß Gerd Luers, über dessen sinn- und hirnfreie Leserbriefe Robert sich bislang gerne köstlich amüsiert hat! Weil die jungen Leute dank Robert die Information über die Gefährlichkeit von Massenveranstaltung von der hinteren Gehirnschublade in die vordere räumen. Und das weiß doch jeder, vorne guckt man öfter rein. Und wenn in der vorderen Schublade steht, Massenveranstaltungen sind gefährlich, dann gehen die da eben nicht mehr hin und sterben dort nicht, und so hat Robert dann ein oder mehrere Leben gerettet. Wer weiß? Das könnte auch von Dittsche stammen. Vielleicht sollte der Gerdie seine Schubladen mal schmieren.

Der arme Robert! Er wird jetzt bis an sein Lebensende mit Gerd Luers in einem Atemzug genannt. Brüder im beschränkten Geiste, sozusagen.
 
Aber mal ernsthaft. Das hat er nicht verdient, der Robert. Denn was bei dem ganzen Theaterdonner untergeht, ist die Aussage meines Kollegen Stefan: Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist das reinste aller Grundrechte! Robert hatte ein verdammtes Recht, seine Meinung zu äußern, basta!
 
Jeder, der Robert kennt, weiß, dass der Typ schräg ist. Robert haut dauernd Dinge raus, an denen man sich reiben kann. Aber genau darin liegt auch Roberts und Yetis Stärke, das sind Querdenker. Wenn wir über Robert urteilen, müssen wir auch die herausragenden Leistungen einbeziehen, mit denen er gemeinsam mit Yeti die Jahnhalle zu dem gemacht hat, worauf wir als Nordenhamer stolz sein können und das überwiegt bei Weitem seinen verbalen Griff ins Klo.

Also Leute, immer locker durch die Hose atmen. Bald ist wieder Bundesliga!

Der Junge, der eine Uhr verspeiste

August 4th, 2010

Gestattet mir einen kleinen Einschub, bevor ich unsere Geschichte über Dianas Schienbein und eine Band ohne Sängerin fortsetze.

Tommy ist im Juli fünfzig geworden. Scheiße, oder? Vor allem, weil man es ihm weder ansieht noch anmerkt noch anfühlt, wie mir Anni, seine Frau, versichert hat.

zwei Ü50 - bei einem deutlich erkennbar, beim anderen nicht :-(

zwei Ü50 - bei einem deutlich erkennbar, beim anderen nicht :-(

Auch über Tommys Geburtstag gibt es einiges zu berichten, wozu es an dieser Stelle noch reichlich Gelegenheit geben wird. Natürlich war es Ehrensache, dass wir Tommy ein Ständchen bringen. Kennt Ihr „Oh Johnny“ von Jan Delays großartigen Album „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“? Es mag vielleicht nicht besonders originell sein, aber Anni, Tommys Frau, meinte, daraus ließe sich doch gut „Oh Tommy“ machen und schrieb auch gleich den entsprechenden Text dazu. Darbieten würden wir „Oh Tommy“ in einem Joint Venture aus „Golden Erection“, „Braincops“ und „Prime Time“. Und – Achtung – Cris Maréchal – Tommys jüngerer Sohn an den Drums. Cris spielt noch nicht allzu lange Schlagzeug und hat noch nie in einer Band gespielt und vor allem noch nie nicht live vor einem Publikum. Das birgt gewisse Risiken, andererseits würden die Gäste es Cris nicht übel nehmen, wenn er das Ding vergeigen würde. Also sind wir es im Übungsraum angegangen.

Schaut Euch das Video vom Proben auf YouTube an.

(Das Video musste ich auf Wunsch durch ein anderes austauschen. Seht Euch dazu bitte meinen Kommentar an)

Das war die zweite Aufnahme. Irre, wie der Bursche Schlagzeug spielt, mit welcher Lockerheit und Souveränität. Und das Frappierenste daran ist, dass es sich um eine Tonaufnahme aber um Videoaufnahmen aus zwei Versionen des Liedes handelt, die ich zusammengeschnitten habe. Wir haben ohne Metronom gespielt und Chris hat die Titel frei angezählt. Jede Version, die wir an diesem Abend aufgenommen haben, hatte exakt das gleiche Tempo. Unglaublich! Ein Schweizer Uhrwerk in Gestalt eines Teenagers. Was für ein Talent! Also Freunde, wer das liest und einen Drummer sucht, Ihr findet Cris in Facebook!

Die Band:

Finn Kramer - Braincops - Keyboards
Yeti Mansena - Golden Erection - Keyboards und Crazy Moves
Les Pascules - Goldständer - Vocales und Bewegtes
Dave Kramer - Dozy Tits - Bass und Bässer
Fete Eilers - Prime Time - Gitarrenständer

and appearing at the first time ever in a band:

Clockwork Cris - the man with the beat - Marechal - Drums

Kamera:

Ollie Kramer
Zille Kramer und ihre beiden großen Freunde

Auch wenn es weh tut - immer lächeln!

Juli 25th, 2010

Eine Künstlergarderobe in einer kleinen Stadthalle. Auf der Bühne steht eine Band. Auf dem Boden der Garderobe liegen Einwegkanülen. Die Fortsetzung der unendlichen Geschichte von Musikern und Drogenexzessen, oder?

Wir waren für drei Schulbälle hintereinander gebucht, alle in unserer Stadthalle, der Friedeburg. Donnerstag die Schule am Luisenhof, Freitag die Realschule Mitte und Samstag das Gymnasium. Drei Abende hintereinander, ein Schlauch, auf der einen Seite, andererseits drei Gigs und nur einmal auf- und abbauen.

Beim Soundcheck herrscht am Donnerstag das übliche kreative Durcheinander. Alle wuseln irgendwie herum. Die Anlage wird aufgebaut, die Backline, es gibt letzte Korrekturen an der Deko, die Bühne wird hergerichtet und der Auf- und Abbau der Podeste für die Schülerinnen und Schüler wird vorbereitet. Die Blumen werden angeliefert, das Catering angerichtet. Wusstet Ihr, dass der Begriff „Tohuwabohu“ zwei Bedeutungen und 66 Synonyme hat. Durcheinander, Kuddelmuddel, Gewurstel gefallen mir sehr gut. „Menkenke“ steht auch für „Durcheinander“, das kannte ich noch gar nicht.

Wenn sich einer von uns innerhalb dieses kreativ konstruktiven Menkenkes verletzen wird, wer wird das sein?

In einem Film würde ich der Antwort auf diese Frage eine Reihe von Sequenzen voranstellen: Eine Frau, die sich bei der Gartenarbeit einen Spaten in die Ferse rammt. Eine Frau, die einen Fussel von einer heißen Herdplatte wischt. Eine Frau, die beim Niesen mit dem Kopf gegen die Dunstabzugshaube stößt. Eine Frau, die sich die Autotür gegen die eigene Nase schlägt.

Frauen haben Hunderte von Sensoren, aber Frauen haben absolut kein Gespür für die Vielzahl der physikalischen Risiken in ihrer alltäglichen Umgebung.

Im Gang vom Bühnenhaus in den Saal waren Bühnenteile abgestellt, die für die Gruppenfotos der Schüler als Podest dienen sollten. Damit man diese Bühnenteile miteinander verbinden kann, haben sie an allen Seiten messerscharfe Metallprofile.

Scherenpodest

Und genau dagegen ist Diana mit ihrem Schienbein gerannt. AUA!!!

dianas-schienbein

Wenig später stehen wir auf der Bühne und spielen unsere erste Runde. Dianas Bein ist leicht angeschwollen, wobei „leicht“ ein relativer Begriff ist. Sagen wir es einmal so: Im Vergleich zu Dianas Schienbein sind die Lippen von Chiara Ohoven auch „leicht“ angeschwollen!

leicht-angeschwollen

Man sieht Diana an, dass sie Schmerzen hat. Unmöglich, findet Tommy. „Es ist mir scheißegal, ob es wehtut, Diana! LÄCHELN, immer LÄCHELN!!“

Klar, er hat Recht. Grundsätzlich! Wir stehen im Fokus! Die vierhundert Leute im Saal sind für uns gesichtslos. Aber wir sieben auf der Bühne sind es nicht, und das gilt im Besonderen für die Frontleute Diana und Tommy. Wir stehen in dem Scheinwerferlicht das uns blendet. Falsche Noten gehen unter, schlechte Vibrationen nicht! Und deshalb gibt es die Regel Nr. 1 für Gebrauchsmusikerinnen und Gebrauchsmusiker: Immer lächeln, wenn Du auf der Bühne stehst! LÄCHELN!

In Dianas Fall verpufft der Appell. In der ersten Tanzpause fragen wir Diana, ob es noch geht. Das hört sich etwa so an: „Ey Diana, das geht doch noch, oder!“ – „Also gebrochen ist da nix, da mach’ Dir mal keine Sorgen!“ – „Nee, Du, so`n Schienbein, das hält was aus!“ Die untere Gliedmaße ist inzwischen im Vergleich zu den Ohovenschen Lippen erheblich angeschwollen. Dianas Bein sieht aus, als sei der Oberschenkel nach unten gerutscht. Tommy ist zu einem Zugeständnis bereit. Diana darf sich auf einen Hocker setzen!

Die nächste Runde beginnt. Wir spielen „Dancing Queen“. Diana schaut zu mir rüber und ich sehe, wie sich ihre Augen verdrehen. Ich gebe Rafi ein Zeichen und er trägt Diana von der Bühne in die Garderobe. In der Pause hilft nichts mehr. Diana ist außer Gefecht. Das Schienbein schwillt weiter an und wir bestellen einen Krankenwagen. Diana wird in der Garderobe versorgt, erhält verschiedene Injektionen und während Diana mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren wird, spielen wir die dritte Runde spielen und lächeln!

FORTSETZUNG FOLGT

Für unsere Kinder nur das Beste…

April 13th, 2009

Für unsere Kinder wollen wir alle doch nur das Beste. Vor allem, wenn es um die Bildung geht. Abitur und dann eine akademische Laufbahn. Das ist das Ziel!

Meine Jungs waren in der Grundschule noch ziemlich gut. Die Orientierungsstufe war eine Katastrophe und im Anschluss daran hatten beide jeglichen Ehrgeiz verloren und waren stinkfaul. Am Ende hat es bei beiden mit Ach und Krach für einen Realschulabschluss gereicht.

„Ach so, dein Sohn hat den Realschulabschluss? Wie auf der Hauptschule?“ Ratlosigkeit macht sich breit. Was ist schief gelaufen, fragt sich insgeheim der Gesprächspartner und wie überbrückt er diese peinliche Situation. Dabei vergisst er gerne das eigene Versagen in den unterklassigen Bildungsinstituten, die zu besuchen er aufgrund seiner mangelnden Potenziale verdammt war.

Meine Söhne hatten es nicht leicht mit mir. Das leuchtende Beispiel in der Familie. Der einzige in Hunderten von Generationen alten deutschen Volksschuladels mit einer Hochschulausbildung. Nicht an der Mutter, nicht am Onkel, nicht an den Großeltern mussten Tim und Neel sich messen lassen, nein, an mir - an dem, der auf der Schlaubergerschule war.

Da konnte ich auch tausendmal betonen, dass es mir ihr Schulabschluss schnurzpiepwurz ist, solange sie bei ihrer Suche nach ihrem ganz persönlichen Glück erfolgreich sind. Ich habe es meinem Gegenüber, vor allem den Lehrern bei den Elternsprechtagen angesehen, alles Lippenbekenntnisse, was dieser Vater sagt, wem ist es schon egal, welchen Schulabschluss die Kinder haben.

„Was sollen die Kinder heutzutage denn machen, wenn sie kein Abitur haben?“

Stimmt! Was machen die armen Kinder bloß ohne die Möglichkeit an deutschen Hochschulen und Universitäten einen Bachelor in Abenteuer- und Erlebnispädagogik, in Angewandter Freizeitwissenschaft, in Baltistik, in Gender Diversity Competence, oder gar in Pferdewissenschaften wenn nicht gar in Glas-Keramik-Bindemittel zu erwerben. Was machen Realschüler bloß ohne die Perspektive als arbeitsloser Akademiker in der Erwachsenenbildung oder als Taxifahrer zu jobben?

„Vielleicht ein Handwerk erlernen?“, fragt der kleinlaut der Vater der Unbegabten.

„Ja, zur Not, aber da nehmen sie ja auch schon am liebsten Abiturienten!“

Stimmt schon wieder! Habe ich auch schon gehört. Das leuchtet auch ein, weil es dem Tischler oder dem Installateur angesichts unserer akademisierten Gesellschaft gut zu Gesicht steht, nach dem humanistischen Bildungsideal sozialisiert zu sein. Die Deutsch-LK „Literaturkritik“ oder „Leben und Werk des Georg Büchner“ bilden eine ebenso sinnvolle Basis bei der Installation eines Toilettenbeckens, wie Stochastik oder Differentialrechnung. Derart vorgebildet macht es auch nix, wenn man zwei linke Hände – alles Daumen – hat.

„Vielleicht ein Handwerk erlernen?“
„Ja, zur Not!“

Woran liegt es eigentlich, dass wir auf der einen Seite alles so tiefgeistig durchdringen wollen, auf der anderen Seite als Gesellschaft so blöde sind wie noch nie? Wieso glauben wir, dass ein Key-Account-Manager etwas Besseres ist als ein Verkäufer? Warum ziehen wir den Anzug der Arbeitskluft vor? Oder anders gefragt, warum haben wir Deutsche eigentlich einen derart beschissenen Dünkel entwickelt, dass wir das Handwerk nicht mehr schätzen, dem wir unseren ganzen Wohlstand zu verdanken haben?

Hinter dieser Frage verbirgt sich der Grund, weshalb wir jetzt schon bald zehn Jahre lang für eine eher symbolische Gage bei der Handwerkerfreisprechung in der Wesermarsch spielen.

Wir finden es richtig, dass die Kreishandwerkerschaft um ihren rührigen Geschäftsführer Thomas Sturm und seinem Team dem Handwerk wieder zu dem ihm gebührenden Stellenwert verhilft. Die Freisprechung spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Kreishandwerkerschaft zelebriert die Übergabe der Gesellenbriefe. Die Friedeburg bildet den festlichen Rahmen. Die Kommunalpolitik schickt ihre wichtigsten Repräsentanten. Die Berufsschule ist vertreten und selbstverständlich werden auch die Eltern eingeladen. „Billig,“ so Thomas Sturm, der wortgewaltig und mit großer Eloquenz durch den Abend führt, „Billig, können andere!“ und so wird die Freisprechung zum gesellschaftlichen Ereignis.

Nach Gewerken werden die ehemaligen Auszubildenden auf die Bühne gebeten. Den Aufmarsch der Gesellen untermalen wir musikalisch. Jeder wird einzeln aufgerufen und erhält seinen Brief. Die Besten werden ausgezeichnet – „ohne die Leistung aller anderen zu mindern!“ Das ist das Motto des Abends: Respekt vor der Leistung! Respekt vor der Leistung der ehemaligen Auszubildenden, Respekt vor der Leistung der Ausbildungsbetriebe, Respekt vor der Leistung der Berufsschule, Respekt vor der Leistung der Eltern und letztlich Respekt vor dem Handwerk.

Dieses Mal war ich persönlich betroffen. Neel hat seinen Gesellenbrief als Metallbauer erhalten und die ganze Familie war da: Birgit –selbstverständlich - und Neels Opa Helmut – mein Vater -, Oma Leni und Opa Claus – meine Schwiegereltern - und sein Bruder Tim mit unserer zukünftigen Schwiegertochter Rabea. Für Birgit und mich war es ein ganz besonderer Abend. Wir sind beide Familienmenschen und gemeinsam mit denen, die wir lieben zu erleben, wie jetzt auch unser zweiter Sohn seine Berufsausbildung abgeschlossen hat, hat uns sehr glücklich und stolz gemacht.

Als Band gratulieren wir Neel und allen anderen, die ihren Gesellenbrief erhalten haben. Ihr gehört jetzt zu einer Elite, denn das deutsche Handwerk ist immer noch das Beste der Welt! Ihr seid dafür verantwortlich, dass das so bleibt, und dazu ist es wichtig, dass ihr stolz auf euch, auf eure Leistungen und vor allem auf euren Beruf seid. Wir wünschen euch für euren weiteren Lebensweg viel Erfolg und alles Gute.

The Lion sleeps tonight

Februar 8th, 2009

Es ist schon einige Monate her, als wir eine Anfrage vom Lions Club in Bremerhaven erhielten. Ob wir am 31. Januar 2009 auf ihrem Ball im „Sail City“ spielen könnten. Klar, keine Frage. Das Atlantik-Hotel „Sail-City“ hat beste Chancen zum Wahrzeichen Bremerhavens zu werden. Mit seiner an ein Segel erinnernden Architektur, die vom „Burj al Arab“ in Dubai inspiriert ist, steht das Hotel gemeinsam mit dem Klimahaus für Bremerhavens neues Image als nordisch-frische maritime Tourismusdestination mit wissenschaftlichem Anspruch. Als Nordenhamer darf ich das leicht modifizierte Ergebnis der Identitäts- und Imageanalyse Bremerhavens von Prof. Dr. Christoph Burmann frech übernehmen.

Klimahaus und Sail City

Lions Club, Atlantik-Hotel Sail City. Doch, das schmeichelt einem als Band. Andererseits hört sich das allerdings auch sehr elitär an, oder?

Ob wir denn wohl die Lions-Hymne spielen könnten? Gerne, was denn die Lions-Hymne sei? Woraufhin mir der freundliche Präsident ein Video schickte:

http://de.youtube.com/watch?v=8E8xMcXmI9E

Wie schön, der Lions-Club hat also Humor! Grund genug, sich mit dem auseinander zu setzen, was diese Gemeinschaft repräsentiert. Auf der Website heißt es:

Lions Clubs International ist eine weltweite Vereinigung einsatzfreudiger Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und vor allem Menschen in Not zu helfen. Lions handeln - in Deutschland seit 50 Jahren, international seit 1917 - in der Erkenntnis, dass jedes Staatswesen nur in dem Maße dem einzelnen dienen kann, wie der einzelne bereit ist, sich für das Gesamte einzusetzen.

Unser Motto lautet: „Wir dienen.”

Lions verpflichten sich der Toleranz im menschlichen Zusammenleben und wollen insbesondere:

* der Gemeinschaft dienen und die Grundsätze eines guten Staatswesens fördern;
* ihren Mitmenschen in materieller und seelischer Not beistehen, vor allem wenn für diese Mitmenschen keine oder nur wenig staatliche Hilfe vorhanden ist;
* die Kulturgüter sinnvoll bewahren;
* freundschaftliche Beziehungen zwischen den Völkern entwickeln und dadurch den Weltfrieden
festigen;
* ein Forum für die offene Diskussion aller Angelegenheiten von öffentlichem Interesse bilden, ohne jedoch politische Fragen parteiisch und religiöse Fragen unduldsam zu behandeln.

Für Menschen mit einem solchen Kodex spiele ich gerne, soviel steht schon mal fest.

Und „The lion sleeps tonight“ ist ganz zweifellos eine der glänzendsten Perlen, die die Popmusik je hervor gebracht hat, wobei ich etwas richtig stellen muss: Der Titel ist nicht aus dem Jahr 1938, wie ich es während der Veranstaltung erklärt habe. Er wurde erst ein Jahr später, 1939 von Solomon Linda und seiner Band „The Evening Birds“ unter dem Namen „Mbube“ veröffentlicht. „Mbube“ ist Zulu und bedeutet „Löwe“. Pete Seeger hat den Titel dann Anfang der Fünfziger Jahre in den Vereinigten Staaten bekannt gemacht. Der Titel ist von unzähligen Künstlern in allen möglichen Sprachen gecovert worden. Am bekanntesten ist allerdings die Version von „The Tokens“, die 1961 auf Rang 1 der US-Hitlisten kletterte. Von dieser Band gibt es eine großartige Live-Version auf „You Tube“ zu sehen:

http://de.youtube.com/watch?v=mwy5uqemp6c

Dave musste am Tag der Veranstaltung noch arbeiten und kam später. Während ich ihm telefonisch erklärte, wo er parken sollte, machte Tommy dauernd hektische Zeichen und rief immer: „Unten, unten, nicht oben!“ Ich hätte Dave sagen sollen, dass wir unten im Konferenzzentrum und nicht oben in der Captains-Lounge spielen.

„So’n Quatsch, der ist doch nicht blöd. Das sieht der doch, wenn er durch den Haupteingang kommt“

Falsch! Er hat es nicht gesehen, ist mit dem Fahrstuhl in den 19. Stock gefahren und hat dort verzweifelt an verschlossenen Türen gerüttelt. Damit aber nicht genug. Weil die Türen verschlossen blieben, meinte Dave, er schaut mal im Treppenhaus nach. Erst als die Tür mit einem sanften Klick ins Schloss fiel, stellte Dave fest, dass sie sich nur von außen öffnen ließ. Derart ausgesperrt und mit der aufkommenden Verzweiflung kämpfend erspähte Dave – dem Himmel sei Dank - ein „Glupschauge“ neben der Tür.

„Hallo, Hallo, ist da jemand! Ich habe mich ausgesperrt und ich muss hier irgendwo Musik machen. Ich brauche Hilfe. HILFE!!!!“

Der liebe Mensch an der Rezeption hatte ein Erbarmen, öffnete die Tür – ein gut durchdachtes Sicherheitskonzept – und wies unserem inzwischen schweißgebadeten Dedi den Weg. Pünktlich zum ersten Tanz stand er dann auf der Bühne, unser Tieftöner.

Und wie waren sie nun, die Lions?

Eine angenehme Gesellschaft, tanzfreudig. Und stilvoll! Sehr elegant, in festlicher Abendgarderobe, ohne das es aufgesetzt gewirkt hätte. Ich hoffe, wir sind dem Niveau gerecht geworden.