Bittersweet Memories
September 7th, 2010Wir haben zwei Gigs hinter uns. Am Donnerstag haben wir beim Bremerhavener Musiksommer im Schaufenster Bremerhaven gespielt und am Samstag beim Rock am Hafen in Nordenham. Beide Gigs hatten einen Konzertcharakter, wir konnten spielen, was wir wollten und unser Programm für Auftritte dieser Art ist inzwischen wirklich ausgereift. Beide Gigs fanden auf einer großen Bühne statt. Donnerstag war Axel Joost für die Technik zuständig und Samstag hat Heiko Siefken für den Sound und das Licht gesorgt. Beide sind zusammen mit Kai Kubisch die Übertragungstechniker, mit denen wir am liebsten zusammenarbeiten. Noch nie habe ich so viele Rückmeldungen erhalten:
Über den Gig im Schaufenster:
„Ich habe Prime Time noch nie so schlecht gehört. Der Sound ging gar nicht!“ – Thorsten Fach, Nordenham.
„Großartig, euer Programm! Danke für den schönen Abend!“ – Annette von Glahn, Sängerin, Bremerhaven, die im Übrigen bezaubernd aussah.
„Der Sound ist astrein, nur die Gitarre finde ich etwas leise!“ Charly, Gitarrist, Bremerhaven
„Alter, die Gitarre ist viiiieeel zu laut, mach die mal leiser!“, Sven Kretschmer, Keyboarder bei Prime Time.
„Danke für den schönen Donnerstagabend. War richtig coole Mucke. Auch Freunde von uns, die Euch zum erstenmal gehört haben, waren begeistert. Geiles Stück von Queen!“ Jens Meyer-Petereit – DV-Anwenderbetreuer bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven per Mail.
„Noch nie ist bei unserem Dorfgemeinschaftsfest so viel über eine Band gesprochen worden, die noch nicht einmal gespielt hat. An jeder Ecke und zu jedem Zeitpunkt hörtest Du immer nur ‚Prime Time’, ‚Prime Time’ – mein Nachbar war am Donnerstag im Schaufenster und meinte, ihr seid das Beste, was es hier im weiten Umkreis im Augenblick zu hören gibt!“ Stefan Wiebe, Sachbereichsleiter für Recht und Datenschutz bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven.
„Mal abgesehen vom Blackout bei Radar Love hatte ich so gut wie keine Verspieler!“ Fete Eilers, Gitarrist bei Prime Time!
„Ich war überhaupt nicht gut drauf!“ Thomas Maréchal, Sänger bei Prime Time.
Über den Gig beim Rock am Hafen:
„Für mich war das ein geiler Abend!“ Thomas Maréchal, Sänger bei Prime Time
„Hatte Diana schlechte Laune?“ Gisela Albers, Schwiegermutter von Tommy.
„Ihr werdet immer besser! Ihr habt so ein geiles Programm! In Sachen Vielseitigkeit macht Euch keine Band was vor!“ Charly Baumann, Gastronom und Kampfsportler.
„Geile Mucke, am Sound arbeiten wir noch!“ Henning Fuhrken, Berufsschullehrer.
„Der Sound ist glasklar!“ Henry Felske, Veranstalter vom Rock am Hafen.
„Zu laut, zu schrill, lautete die Kritik nicht weniger Besucher!“ Rolf Bultmann – Berichterstatter der Nordwestzeitung.
„Scheiße, habe ich mich oft verspielt!“, Fete Eilers, Gitarrist bei Prime Time.
„Unglaublich wie viele ältere Leute, über fünfzig, hier sind. Die siehst du bei uns gar nicht. Die gehen nicht mehr weg, sondern sitzen zu Hause auf dem Sofa. Aber auf der Bühne sind ja auch schon einige über fünfzig!“ Sascha Maréchal, Frankfurt! Tommys Sohn aus erster Ehe, den ich am Samstag noch nicht einmal gesehen geschweige denn gesprochen habe, was ich sehr bedaure!
„Wenn eine Veranstaltung mit einer Band im Verlaufe von zwei Jahren vierzig Prozent an Zuspruch verliert, muss das an der Band liegen!“ Fete Eilers, Berufspessimist.
„Es bleibt zu hoffen, dass die Party fester Bestandteil des Nordenhamer Veranstaltungskalenders wird, vielleicht sogar Open Air“ Rolf Bultmann – Berichterstatter der Nordwestzeitung.
So ist das! Nach dem Gig bist du noch euphorisch und dann tropft Wasser in den Wein. Irgendwann, wenn es uns nicht mehr gibt, wird das Positive überwiegen, dann werden wir uns mit Wehmut erinnern. Jetzt, einige Tage nach dem Gig, prägt die Kritik den Eindruck und wir befinden uns weiterhin auf der Suche nach dem perfekten Auftritt, der, bei dem alles stimmt, das Programm, die persönlichen Leistungen, der Sound, das Licht und das Publikum. Das ist die Ursache dafür, dass die häufigste Rückmeldung nach den letzten Terminen tatsächlich lautete: „Man hat den Eindruck, ihr werdet immer besser!“, woraus wir dann „aber noch nicht gut genug!“ machen. Das meine ich mit bittersüß.

















