2010 begann mit einem Konzert unseres Joint Ventures mit Musiker der Bremerhavener Band "Soldiers Return" (Jetzt "Seven Green").

Selbstverständlich war auch Rock am Hafen wieder eins der Highlights:
Hier der Artikel der Kreiszeitung:
Nordenham. Prime Time, die „erstklassige Zeit“, bedeutet die beste Sendezeit im Fernsehen mit den größten Einschaltquoten. Prime Time in Nordenham steht aber auch für die Party mit den größten Besucherzahlen. Beim Rock am Hafen in der Bootshalle 4 am Großensieler Hafen war es – wie in den vergangenen Jahren – erneut rappelvoll, als die Lokalmatadoren von Prime Time spielten. Von Tina Dittmann
Rockig, laut, mitreißend: Die Musik der Nordenhamer Band Prime Time geht direkt ins Blut. Davon überzeugte sich am Sonnabendabend das Publikum in der Bootshalle 4. Die Halle wurde von der siebenköpfigen Formation in einen Rockpalast verwandelt.
Auch wenn die Gäste anfänglich noch ein wenig vorsichtig Abstand zur Bühne hielten, so lockten die Party-Kracher und die temperamentvolle Bühnenshow von Prime Time die Fans schnell aus der Reserve. Schon bald zog es sie unmittelbar vor die Bühne zum Tanzen und Mitsingen.
Könner im Hintergrund
Dass die Band mit ihren Interpretationen der großen Erfolge von Michael Jackson, Robbie Williams, Billy Talent, Lena, Amy Winehouse sowie AC/DC und anderen begeisterte, lag nicht nur an den exzellenten Sängern Tommy Maréchal und Diana Schmidt. Als Instrumental-Eminenzen im Hintergrund, aber mit viel Können, überzeugten Sven Kretsch-mer am Keyboard, Bassist Detlef „Dave“ Kramer, die Drummer Raphael Funk und Michael Ehré sowie Gitarrist Jörg „Fete“ Eilers.
Für zusätzliche Atmosphäre sorgte die gewaltige Lichtshow, die keine Wünsche offen ließ. Und damit stand einem gelungenen Konzert nichts im Wege.
Biergarten im Freien
Bekannte treffen, klönen, sehen und gesehen werden – auch das gehört dazu beim Rock am Hafen. Wer nicht vor der Bühne feierte, hielt sich an einem der Bierstände oder draußen auf dem Platz vor der Halle auf, auf dem ein großer Biergarten aufgebaut war. Angesichts des guten Wetters ließ es sich am Sonnabend auch dort gut aushalten.
Bei den weit über 1000 Konzertgästen sorgte Prime Time für Glück, Verzückung und pure Begeisterung. Sie erlebten in der Bootshalle 4 die Rock- und Pop- Party des Jahres.
Prime Time spielte in vier Sets bis 2 Uhr nachts. Danach gab es noch weiter Musik vom Band, um die Partygäste langsam und in bester Stimmung auf den Heimweg zu schicken.
Und die Nordwestzeitung, der der Sound missfiel:
Bis spät in die Nacht hinein wurde Party gefeiert. Der Hörgenuss litt jedoch unter der Lautstärke.
von Rolf Bultmann
Großensiel - Zum dritten Male wurde die Bootshalle 4 am Großensieler Sportboothafen am Sonnabend für eine Nacht zur größten Partymeile in der Unterweserstadt. Mehrere hundert Gäste aller Altersgruppen ließen bei „Rock am Hafen“ mit Nordenhams Aushängeschild in Sachen Partymusik, der Band Prime Time, die Post abgehen.
Mit ihrem mehrstündigen Rockmarathon bis weit nach Mitternacht mit Hits aus mehreren Jahrzehnten brachten Diana Schmidt (Gesang), Thomas „Tommy“ Marechal (Gesang, Tasteninstrumente), Sven Kretschmer (Keyboard, Gesang), Detlef „Dave“ Kramer (Bass, Gesang) Raphael Funk (Percussion), Jörg „Fete“ Eilers (Gitarre) und Michael Ehre (Schlagzeug) die Bootshalle buchstäblich zum Beben.
Dies war leider aber auch wohl der Grund dafür, dass der Hörgenuss litt. „Zu laut“ oder „zu schrill“ lautete die Kritik nicht weniger Besucher, die damit aber die wieder einmal famosen gesanglichen und instrumentalen Leistungen der Musiker keineswegs schmälern wollten. Offensichtlich war die akustische Abstimmung zwischen Bootshalle, Technik und Band nicht vollends gelungen. Den meisten Prime-Time-Fans konnte das die gute Stimmung aber nicht vermiesen.
Die Veranstalter, de Werbegemeinschaft Nordsee-Center, hatte erneut für eine vorbildliche Infrastruktur gesorgt. Das technische Hilfswerk loste die Besucher zu den Parkplätzen am Großensieler Hafen und sorgte für die Ausleuchtung des Geländes. Vor und in der Bootshalle gab es ausreichend Getränke und Imbissstände. Eine großzügige Bühne ermöglichte Prime Time, unter der Batterie von Scheinwerfern und im Trockeneisnebel alle Register zu ziehen.
„Rock am Hafen“, und das machte die dritte Auflage besonders deutlich, ist nicht nur ein musikalisches Großereignis. Sehen und gesehen werden, Bekannte zu treffen und mit ihnen zu klönen, sind weitere gewichtige Gründen für den Besucher der großen Party. Es bleibt zu hoffen, dass die zum festen Bestandteil des Nordenhamer Veranstaltungskalenders wird, vielleicht sogar open air.
Zum Jahresabschluss gab es dann natürlich die traditionellen Christmasrockabende:
Schlittenfahrt mit Lametta und Eierlikör
Konzert Prime Time begeistert mehr als 700 Jahnhallen-Besucher mit vorweihnachtlichem Programm
Die Lokalmatadore sorgten wieder einmal für tolle Stimmung im Kulturzentrum. Das Publikum bekam Rock, Pop und eine große Portion flotter Weihnachtslieder geboten.
von Jens Milde
Nordenham - Am Ende tanzen den Musikern und den Zuhörern die Kunstschneeflocken um die Nasen. Die Besucher liegen sich in den Armen, wippen im Takt der Schellen. Ein prall gefülltes Programm aus über drei Stunden Pop- und Rockmusik, gespickt mit Weihnachtshits zum Mitsingen und Mitklatschen, mündet in einem grandiosen Finale. „Hohoho Jahnhalle“, ruft Gitarrenmann Fete Eilers ins begeisterte Publikum, das mit einem „Hohoho Fete“ aus mehreren Hundert Kehlen antwortet.
Mehr als 300 Besucher am Freitag und rund 400 Besucher am Sonnabend erleben die traditionelle „XMas-Rock“-Party mit der Nordenhamer Gruppe Prime Time. Und es dauert nicht lange, bis sich die gute Laune der Musiker auf das Publikum überträgt. Wieder einmal schaffen es die Lokalmatadore, eine ausgelassene und dabei gleichzeitig fast schon familiäre Vorweihnachtsstimmung ins Nordenhamer Kulturzentrum zu zaubern. Man kennt sich, man kennt die Musik, hat die Lieder vielleicht schon tausend Mal gehört. Aber Langeweile kommt nicht auf, wenn so sympathische und gewiefte Entertainer auf der Bühne stehen wie Tommy Maréchal und Diana Schmidt (Gesang), Fete Eilers (Gitarre), Sven Kretschmer (Keyboard), Dave Kramer (Bass) und Raphael Funk (Schlagzeug).

So macht die Vorweihnachtszeit Spaß: Die Musiker der Gruppe Prime Time unterhielten ihr Publikum am Freitag und Sonnabend bei ihren „XMas-Rock“-Konzerten in der Jahnhalle. BILD: Jens Milde
Bescherung auf der Bühne
Fete Eilers hat sich den Weihnachtsrock übergestreift. Er ist nicht nur für das Gitarrenspiel zuständig, sondern schenkt gelegentlich auch einen Eierlikör aus. Sandra bekommt sogar eine ganze Flasche, weil sie sich zur Band auf die Bühne traut und „Jingle Bells“ mitsingt. Eine Prime-Time-DVD gibt’s obendrauf. Und ein Prime-Time-Buch – „zur Strafe“, wie Fete Eilers erklärt, „weil’s in der dritten Strophe doch etwas gehakt hat.“
Zu den Höhepunkten gehört Tommy Maréchals Auftritt als Stimmenimitator. Zuerst Peter Maffay, dann Udo Lindenberg, und dann schlüpft der Frontmann in seine Paraderolle als Herbert Grönemeyer. In Tommys Version haben sie dem Nuschelkönig aus Bochum die Trompete weggenommen. „Gib mir mein Geschenk zurück, du brauchst meine Tröte nicht“, singt der Prime-Time-Spaßvogel im Grönemeyerschen Silben-Stakkato.
Eine Flasche Eierlikör gibt’s auch für Sonja, obwohl sie im Weihnachtsquiz nicht annähernd die Namen aller Rentiere aufzählen kann, die den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen. Zum Glück gibt’s anschließend Aufklärung von der fulminanten Rock- und Soulröhre in der Prime-Time-Formation. Diana Schmidt singt das Lied von Rudolf, dem rotnasigen Rentier und seinen Rentierkollegen. Und wieder klingen die Schellen, und wieder hakt sich das Publikum ein, und wieder wird kräftig mitgesungen.
Die Bühne ist der Adventszeit entsprechend hergerichtet. Eine Lkw-Ladung goldenes Lametta hängt an den Nordmanntannen, ein dicker Plastik-Schneemann mit Zylinder grinst ins Publikum. Und immer wieder werfen Tommy und Diana Unmengen von roten Zipfelmützen ins Publikum, gesponsert von einem findigen Taxiunternehmer, der sie mit seiner Rufnummer bedruckt hat.
Zipfelmützen fürs Publikum
Zwischen Michael Jacksons „Beat it“, „Bohemian Rhapsody“ von The Queen und „Klar“ von Jan Delay streut die Band Titel aus ihrer Weihnachtslieder-Hitparade ein: zum Beispiel den fluffigen Chris-Rea-Song „Driving Home for Christmas“ und natürlich auch den Advents-Pop-Titel schlechthin, „Last Christmas“ von Wham. Das Publikum lässt sich gerne mitnehmen auf diese musikalische Schlittenfahrt. Am Ende hat sich jeder Zweite eine rote Zipfelmütze über den Kopf gezogen. Den Taxifahrer wird’s freuen.
Kreiszeitung Wesermarsch:
Nordenham. Weihnachtszeit, das ist auch die Zeit der Wünsche. Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, das keine Wünsche offen ließ, gab es am Wochenende in der Jahnhalle: Prime Time stimmte auf das Fest ein. Die beliebte Nordenhamer Partyband präsentierte Christmas-Rock, der besser einheizte als jeder Punsch. Und das an zwei Abenden hintereinander. Von Tina Dittmann
Kunstnebelschwaden waberten durch den rappelvollen Saal als Sängerin Diana Schmidt die Christmas-Party mit dem Volkslied „Leise rieselt der Schnee“ eröffnete. Bereits nach dem zweiten Stück, Mariah Careys „All I Want For Christmas Is You“, tobte die Menschenmenge. „Ich merke schon, ihr seid in Stimmung“, kommentierte Sänger Thomas „Tommy“ Maréchal am Freitagabend den tosenden Applaus. „Kommt ihr alle von einer Weihnachtsfeier?“
Jede Menge Weihnachtslieder
Im Mittelpunkt des rockigen Santa-Tributs standen Weihnachtssongs. „In diesem Jahr definitiv mehr als in den vergangenen drei Jahren“, versprach Tommy. Und er hielt sein Versprechen. Mit vielen klassischen Ohrwürmern wie „Santa Claus Is Coming To Town“ (Jackson Five) und „Driving Home For Christmas“ (Chris Rea) oder auch die aus der Feder von Jonny Marks stammenden Christmas-Evergreens „Rudolf The Red-Nosed Reindeer“ und „Rockin’ Around The Christmas Tree“ reihte die Band einen Weihnachtshit an den nächsten.

Das Publikum amüsierte sich köstlich über Thomas Maréchal mit Skiern an den Füßen oder Rentierhaube auf dem Kopf. Viel Beifall erntete der Sänger, als er Peter Maffay und Udo Lindenberg imitierte, dabei wie von Zauberhand zu Herbert Grönemeyer wurde und ein Medley aus deutschen Weihnachtsliedern sang.
Die zahlreichen Zuhörer bewegten sich zu den Weihnachtssongs als Einheit hin und her. Pausen wurden für frenetischen Applaus und Begeisterungspfiffe genutzt. Zu „Last Christmas“ von Wham zauberten Flammen von Feuerzeugen Romantik in das Kulturzentrum. Pärchen umarmten sich und tauschten intensive Blicke aus. Es war Kuschelzeit angesagt – die Singles seufzten.
Aber auch für eine Handvoll kerniger Rocksongs à la AC/DC war Platz auf der mit zwei Tannenbäumen im silbernen Lametta- Look und einem riesigen Plastik-Schneemann weihnachtlich dekorierten Bühne. Neben unzähligen in die Menge geworfenen roten Zipfelmützen gab es für besonders wagemutige Besucher Geschenke in Form von Eierlikörflaschen, Prime-Time-Büchern und CDs.
Kunstschnee zum Finale
Dafür mussten die Beschenkten allerdings im Vorfeld auf der Bühne Weihnachtslieder singen oder dem als Weihnachtsmann verkleideten Gitarristen Jörg „Fete“ Eilers Fragen wie „Womit fährt der Weihnachtsmann?“ oder „Wie heißen seine Rentiere?“ beantworten. „Wer sich für Prime Time zum Deppen macht, wird belohnt“, sagte Tommy.
Zum Finale verwandelten Prime Time die Jahnhalle in eine Winterlandschaft: Sie ließen zu „Let It Snow“, dem letzten offiziellen Titel des Abends, jede Menge Kunstschnee rieseln. Ohne Zugabe ließ das Publikum Prime Time nach dem dreistündigen Konzert nicht von der Bühne – weder am Freitag noch am Sonnabend.
Anlässlich einer DKMS Spendenaktion für eine Nordenhamerin, die an Leukämie erkrankt war haben wir ein Benefizkonzert gegeben. Der Veranstalter hatte dabei vergessen, die GEMA-Gebühren zu entrichten. Darüber hat die Kreiszeitung berichtet.
Gema-Gebühr sorgt für Groll
Nordenham. Thomas Hischke findet es ungerecht: Im März hat der Nordenhamer ein Benefizkonzert für die an Leukämie erkrankte Marion Filzmoser organisiert. „Es war eine Menge Arbeit, aber ich wollte unbedingt etwas auf die Beine stellen, um ihr zu helfen“, sagt er. Umso mehr ärgert es ihn, dass sich jetzt die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) gemeldet hat und von ihm Geld verlangt. Von Timo Kühnemuth
Eines hebt Thomas Hischke ausdrücklich hervor: Es geht ihm nicht um die Summe, die mit 85,30 Euro noch gering ausfällt. Es geht ihm ums Prinzip. „Weder ich noch Theater Fatale oder Prime Time haben an der Veranstaltung auch nur einen Cent verdient. Den kompletten Erlös, also 1800 Euro, haben wir an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei überwiesen, um Marion Filzmoser und andere Betroffene zu unterstützen.“
Thomas Hischke weiß, dass es Aufgabe der Gema ist, sich um die Wahrnehmung der Urheberrechte aller angeschlossenen Komponisten und Textdichter zu kümmern. „Aber warum kann sie in diesem Fall nicht eine Ausnahme machen? Wir haben alle unentgeltlich mitangepackt und binnen weniger Tage das Konzert auf die Beine gestellt – zählt das gar nichts?“, fragt er sich.
„Keine Ausnahme möglich“
„Ob Benefizkonzert oder kommerzielles Konzert ist egal – Gema-Gebühren sind in beiden Fällen zu bezahlen“, sagt Krista Kentzler, Sachbearbeiterin der für Nordenham zuständigen Gema-Bezirksdirektion Hamburg. Die zu zahlende Gebühr errechne die Gema allein aus der Größe des Veranstaltungsortes und der Höhe des Eintrittspreises. Allerdings bestehe bei Benefizkonzerten die Möglichkeit, einen Nachlass von zehn Prozent zu erhalten – vorausgesetzt, dass der Veranstalter sich rechtzeitig bei der Gema meldet.
Das habe Thomas Hischke versäumt. „Er hätte sich spätestens zwei Tage vor dem Konzert an uns wenden müssen. So sehe ich schlechte Chancen, dass er den Nachlass noch bekommt.“ Zudem habe es noch eine weitere versäumte Möglichkeit gegeben, die Gema-Gebühr zu reduzieren: „Wenn das Theater Fatale als Veranstalter aufgetreten wäre, hätte es einen Rabatt in Höhe von 20 Prozent gegeben – weil das Theater einen Vertrag mit dem Bund Deutscher Amateurtheater abgeschlossen hat.“ Alles in allem wäre es denkbar gewesen, die Gema-Gebühren von 85,30 auf 65,27 Euro zu senken.
Thomas Hischke hatte von einer anderen Sachbearbeiterin der Gema gehört, dass er einen Härtefallantrag stellen könne und dadurch nur noch 25 Euro bezahlen müsse. Das wies Krista Kentzler gestern als Fehlinformation zurück: „Die Härtefallregelung greift in dem Fall nicht.“
Solidarität bekundet
Wie hoch die Gema-Gebühr letztendlich auch ausfällt: Sowohl Jörg Eilers von der Band Prime Time als auch Gudrun Repert vom Theater Fatale haben gestern spontan zugesagt, Thomas Hischke nicht allein auf den Kosten sitzen zu lassen. „Wir legen zusammen“, kündigte Gudrun Repert an. Jörg Eilers machte zugleich seinem Ärger über die Gema Luft: „Ich finde das völlig daneben, dass Thomas Hischke bezahlen muss. Warum können die es nicht bei einer Rüge belassen?
Last but not least haben beide Nordenhamer Zeitungen natürlich über unsere DVD berichtet. Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen allerdings nicht wir, sondern völlig zu Recht Rico von Hollen.
Kreiszeitung Wesermarsch:
Hinter der Kamera fast ein Profi
Esenshamm. Rico von Hollen ist 16 Jahre alt und besucht die 10. Klasse des Gymnasiums. In Sachen Videoproduktion ist er aber schon fast ein Profi. Das beweisen seine Werke: Filme für die Schule, eine Dokumentation des Abi-Balles 2010 und nun auch ein Konzertmitschnitt auf DVD. Von Ellen Reim

Rico von Hollen verbringt viele Stunden vor dem Bildschirm damit, aus aufgezeichnetem Material einen überzeugenden Film zu machen. Foto: er
Der Esenshammer ist sicher: „Ich möchte später zum Fernsehen.“ Doch nicht als Schauspieler oder Moderator – hinter der Kamera sieht er seinen Platz.
Alles begann damit, dass Ricos Schulklasse, damals im achten Jahrgang, beschloss, für den Weihnachtsmarkt der Schule einen Film zu drehen. „Schola latina“ entstand – eine Geschichte in lateinischer Sprache. Rico von Hollen organisierte den Dreh und bearbeitete das Material bis zum fertigen Film.
Jüngster beim Workshop
Der zweite Teil des Filmes ließ nicht lange auf sich warten. Wie gut der Schüler die schwierige Technik meisterte, fiel auch dem Schulleiter auf. Als die Schule von einem Fernsehsender erfuhr, dass der einen Workshop für Nachwuchsfilmer veranstalte, riet Klaus-Dieter Laske Rico von Hollen zur Bewerbung. Der Jugendliche wurde angenommen. „Das war im Sommer 2009. Ich war der Jüngste. Nach dem Workshop war alles klar“, erzählt er. Sein Berufsziel steht seither fest.
Rico von Hollen hat sich mit Theorie und Technik ausgiebig beschäftigt. Sein Wissen setzt er in der Praxis um. Er hat Beiträge für das Bürgerfernsehen angefertigt, Schulveranstaltungen dokumentiert, den Abi-Ball in Ton und Bild festgehalten.
„Das größte Projekt bisher war aber die Prime-Time-Sache“, sagt er. Er fragte nach, ob die Band Interesse an einem Konzertmitschnitt hätte – und beide Seiten wurden sich schnell einig.
Die professionelle Ausstattung lieh Rico von Hollen bei einer Firma aus. Mit zwei Kameras vor der Bühne und einer in 20 Meter Entfernung auf einem fünf Meter hohen Turm legte er los. Mit der Lichttechnik hatte er zuvor gesprochen: Nicht viel rotes Licht, das sieht später nicht gut aus.
Gefilmt wurde in Full HD – die höchstmögliche Auflösung. Anschließend verbrachte Rico von Hollen über Wochen seine Freizeit damit, das Material zu sichten und zu schneiden. Die Band ist begeistert. „Ein beeindruckendes Talent“, lobt Fete Eilers von Prime Time Rico von Hollen.
Auftritt auf DVD
Im September gab die Band Prime Time ein Konzert „Rock am Hafen“. Eine DVD des Auftritts liegt nun unter dem Titel „Gnadenlos live“ vor. Das Werk ist zum Preis von 7,50 Euro bei McDonald‘s und im Reiseland, Marktstraße 12, erhältlich.
Und die Nordwestzeitung leider nur im Scan!